So arbeitet Histor
Was wir automatisieren, wie wir prüfen, wie wir korrigieren und wie wir Bestätigtes von Gerüchten unterscheiden.
Histor ist eine digitale Zeitung, die mit Automatisierung Hunderte Quellen beobachtet, sie abgleicht und Meldungen schreibt. Dabei gilt eine unverrückbare Regel: Wir veröffentlichen nichts als Tatsache, was wir nicht überprüfen können. Genauigkeit geht vor Geschwindigkeit.
1. Woher die Informationen stammen
Wir werten öffentliche, rechtmäßig zugängliche Quellen aus: Behörden (Amtsblätter, Zentralbanken, Erdbebendienste, Ministerien), Nachrichtenagenturen, Medien mit erkennbarer Redaktion, Universitäten und Fachzeitschriften. Wir nutzen nur Überschriften, Zusammenfassungen und Daten zum Abgleich, verlinken immer auf das Original und kopieren keine Artikel.
Wir beachten robots.txt, Nutzungsbedingungen und Nutzungsvorbehalte für Text- und Data-Mining. Bezahlschranken und Sperren umgehen wir nie.
Soziale Netzwerke sind für uns Hinweise, keine Belege: Sie zeigen, dass etwas passieren könnte, reichen aber nie für eine Veröffentlichung.
2. Wie wir prüfen
Für jede Aussage (wer, was, wann, wo, wie viele, wer hat es gesagt) suchen wir Quellen, die sie stützen oder ihr widersprechen.
Wir zählen UNABHÄNGIGE Quellen: Wenn zehn Medien dieselbe Agenturmeldung übernehmen, ist das eine Quelle. Medien desselben Verlags und kopierte Texte zählen ebenfalls nicht als unabhängig.
Wir vergleichen Daten, Orte, Namen und Zahlen und erkennen alte Meldungen, die neu kursieren, wiederverwendete Fotos und falsch zugeordnete Zitate.
Daraus ergibt sich ein internes Vertrauensmaß. Als Tatsache erscheint nur, was eine hohe Schwelle überschreitet, in der Regel mit mindestens zwei zuverlässigen unabhängigen Quellen oder der amtlichen Primärquelle.
3. Bestätigt, zugeordnet oder unbestätigt
Bestätigtes berichten wir als Tatsache und nennen, wer es bestätigt. Mit nur einer Quelle veröffentlichen wir nicht, sondern warten, bis eine zweite unabhängige Quelle berichtet. Stimmen mehrere Quellen nicht in allem überein, erscheint die Meldung als „Lage entwickelt sich“ und jede Angabe wird zugeordnet („laut X“). Unbestätigtes steht in einem eigenen Abschnitt; Widersprüche benennen wir offen.
Jede Meldung enthält den Kasten „So haben wir diese Meldung geprüft“.
4. Wer schreibt
Die Texte stammen von automatisierten Redaktionen, etwa der „Histor-Redaktion“. Das sind keine Personen, und wir geben sie nicht als solche aus.
Wenn KI-Modelle schreiben, dürfen sie nur geprüfte Fakten verwenden. Ein Prüfprogramm kontrolliert anschließend Satz für Satz jeden Namen, jede Zahl, jedes Datum und jedes Zitat. Passt etwas nicht, wird der Text verworfen.
5. Kontrollen vor der Veröffentlichung
Jede Meldung durchläuft elf Kontrollen: Fakten, Quellen, Dubletten, Daten, Namen, Zitate, Ort, Sprache, SEO, Recht und redaktionelle Endkontrolle. Scheitert eine kritische Kontrolle, wird nicht veröffentlicht. Überschriften müssen den Inhalt korrekt wiedergeben.
6. Nach der Veröffentlichung
Wir prüfen Meldungen regelmäßig erneut, aktualisieren sie sichtbar („Aktualisiert um …“) und dokumentieren jede Änderung. Fehler korrigieren wir offen; falsche Meldungen ziehen wir zurück, lassen sie aber als „zurückgezogen“ markiert sichtbar.
7. Viral heißt nicht wahr
Wie schnell eine Geschichte wächst und wie gut sie belegt ist, messen wir getrennt. Reichweite erhöht nie das Vertrauen.
8. Bilder
Wir verwenden nur lizenzierte oder freigegebene Bilder mit Quellenangabe und geben KI-Bilder nie als Fotos eines Ereignisses aus.
9. Ihre Hilfe
Fehler können Sie über „Fehler melden“ mitteilen. Jede Meldung wird geprüft.
Histor in Zahlen (letzte 30 Tage)
| Geprüfte Geschichten | 28.932 |
| Veröffentlicht | 705 |
| Verworfen (Gerüchte, Satire, alte Meldungen…) | 4.462 |
| Zurückgehalten oder noch in Prüfung | 7.223 |
| Aktualisierungen | 1.024 |
| Korrekturen und Klarstellungen | 43 |
| Zurückgezogen | 0 |
| Aktive Quellen | 98 |